<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-7627245388248410268</id><updated>2011-12-08T23:19:46.020-08:00</updated><title type='text'>Private Coaching</title><subtitle type='html'>Dieser Blog ist eingebunden in die Websites von Private Coaching und dient der möglichen Diskussion und Information zu Themen, die auch im Coaching eine wichtige Rolle spielen.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://privatecoaching-gbr.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7627245388248410268/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://privatecoaching-gbr.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Erika Rehfeld</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>4</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7627245388248410268.post-1840841850355367748</id><published>2011-12-08T23:19:00.000-08:00</published><updated>2011-12-08T23:19:46.026-08:00</updated><title type='text'>Semantik, Atmung und Emotion</title><content type='html'>Semantik, der Fachbegriff für die Wortbedeutungslehre, beschreibt die Bedeutung und Wirkung von Worten auf den Körper, den Geist und die Gefühle des Menschen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um zu verstehen, inwieweit Worte die psychologische Natur des Menschen beeinflussen, muss man zuerst einmal wissen, was eine "semantische Reaktion" ist. Dafür gibt es ein ganz einfaches Beispiel, das Sie auch jederzeit nachvollziehen können. Stellen Sie sich vor, Sie wollen einem anderen Menschen ihr Lieblingsgericht beschreiben. Sie erzählen ihm begeistert, welche Zutaten Sie verwenden und welch unvergleichlicher Wohlgeschmack sich daraus entwickelt. Sollte Ihr Zuhörer die gleichen kulinarischen Vorlieben haben wie Sie, wird ihm dasselbe geschehen wie Ihnen: Ihnen beiden wird das Wasser im Munde zusammenlaufen, weil die Vorstellungen, die Ihre Worte erzeugt haben, Ihre Körper dazu gebracht hat die vermehrte Speichelproduktion aufzunehmen. Sie haben in diesem Fall also zur gleichen Zeit eine semantische Reaktion gehabt und hervorgerufen. Und dabei können Sie Ihre Worte nicht essen, sie sind ja nur um ein Symbol für etwas. Dieses Prinzip ist einer der Grundpfeiler der Werbung, in der es ja darum geht, mit Worten Assoziationen und Wünsche zu wecken, die Ihr Konsumverhalten beeinflussen und steuern sollen. Allerdings gilt für das Erzeugen einer solchen semantischen Reaktion eine Grundvoraussetzung, durch die erst der Erfolg erzielt wird. Es müssen Emotionen geweckt werden. Hätten Sie Ihrem Gesprächspartner von einem Gericht vorgeschwärmt, das ganz und gar nicht zu seinen Lieblingsspeisen gehört, wäre seine semantische Reaktion als Ablehnung erfolgt, findet er die Beschäftigung mit Nahrung überflüssig, wäre es Ihnen schwer gefallen, überhaupt eine bemerkenswerte Reaktion hervorzurufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Zuhörer interpretieren wir die gehörten Worte auf Grund unserer eigenen Erfahrungen, wobei sie zum größten Teil unbewusst abstrahiert werden, um die Flut des Wort- und Informationsangebots bewältigen zu können. Damit sind wir in den meisten Fällen emotional auf bestimmte unbewusst vorgegebene Interpretationen und Assoziationen festgelegt, wenn wir uns diesem Vorgang nicht bewusst widersetzen. Für den Vortragenden hat diese Erkenntnis zuerst einmal folgende Konsequenz: entweder er benutzt die allgemein im Sprachgebrauch anerkannten Wendungen, von denen er weiß, dass sie den Zuhörern vertraut sind und sie in die von ihm erwünschte Richtung lenken oder er kombiniert und setzt einzelne Worte in seiner Aussage in einer völlig neuen Form zusammen, so dass er die Zuhörer dazu bringt, sich bewusst mit seinen Formulierungen zu beschäftigen und diese mit anderen emotionalen Zuordnungen zu besetzen. Beide Formen dieses Vortragens sind z. B.  bei Politikern gang und gäbe, wobei sich unter den neuen Wortschöpfungen häufig so genannte "Unwörter" finden lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie ich schon zu Beginn beim Thema "Atmen" ausführte, wird unsere Atmung und damit unsere Stimme stark von unseren Emotionen beeinflusst. Dies wird auch in den folgenden Redewendungen deutlich: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;es verschlägt mir den Atem/die Stimme, &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;mir bleibt vor Freude die Luft weg, &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ich halte vor Spannung den Atem an, &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;mir bleibt das Wort im Halse stecken, &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ich hole tief Luft vor Erleichterung, etc. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn Sie für einen Augenblick den hier angeführten Wendungen nachspüren, werden Sie Ihre eigene körperliche Antwort darauf erfahren können. Sie erleben damit eine bewusste semantische Reaktion Ihres Körpers im Bereich der Atemfunktionen. Gleichzeitig beschreiben diese Redewendungen tatsächlich auftretende körperliche Zustände, die jeder Mensch für sich schon einmal gefühlt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu den hier angeführten semantischen Reaktionen kommen nun die unbewussten Rückkoppelungen zwischen dem Vortragendem und seinen Zuhörern hinzu. So, wie seine mit Emotionen verbundenen und Emotionen erzeugenden Worte eine Verbindung herstellen, erzeugt auch seine eigene körperlich/seelische "Befindlichkeit" eine Reaktion beim Zuhörer. Die Art, in der der Redner seinen Atem einsetzt und damit seine Atemmuskulatur bewusst und unbewusst nutzt, der Klang seiner Stimme, seine Haltung und seine Mimik tragen entscheidend zur Akzeptanz seiner Aussagen bei.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Vorgänge sind den meisten Vortragenden nicht bekannt, wohl, weil man sich in erster Linie um die Qualität der Aussage bemüht. Es handelt sich bei diesen Phänomenen nicht um "Spiegelungen" zwischen Vortragendem und Publikum, sondern um einen Gruppenprozess, wobei die Verantwortung für den positiven Verlauf beim Vortragenden liegt. Es ist seine Aufgabe, durch den bewusst beherrschten Einsatz der Faktoren Atem, Stimme, Haltung und Mimik bei den Zuhörern einen Zustand zu erzeugen, der es ihnen erlaubt, offen und entspannt seinen Ausführungen folgen zu können. Die Akzeptanz des Zuhörers entsteht in erster Linie durch dessen unbewusste und reflexartige Übernahme der Atemfunktion des Vortragenden. Sind seine Atemsteuernden Muskeln in optimaler Funktion, kann auch der Hörer frei und locker durchatmen.  Um dieser Anforderung gerecht zu werden, ist es notwendig, dass der Vortragende seine Atemfunktionen kennt und bewusst steuern kann, das heißt, er ist auch in der Stress-Situation "Lampenfieber" Herr über seine Atmung. Er ist sich der emotionalen Inhalte seiner Aussagen bewusst und kann sie empfinden, seine Haltung ist aktiv entspannt und zugewandt und seine Mimik drückt Offenheit und Beteiligtsein aus. Da es sich um einen Rückkoppelungsprozess handelt, wird dem Vortragenden bei Beachtung der vier Faktoren seinerseits Aufmerksamkeit und Wohlwollen aus der Zuhörerschaft  entgegengebracht, was wiederum dazu führt, dass der Redner eine Bestärkung dieser vier Faktoren erlebt, was bei ihm im Übrigen zusätzlich die Ausschüttung von Glückshormonen zur Folge hat. Es handelt sich also um einen höchst angenehmen Zustand, der sich auch auf die Zuhörer überträgt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies bedeutet nun aber nicht, dass jeder Redner nur noch Jubelreden halten sollte, oder dass jeder Vortrag, sei sein Inhalt noch so ernst und anspruchsvoll, ein beglücktes und heiteres Publikum erzeugt. Aber auch der Vortrag von ernsthaften und anspruchsvollen Themen und engagiertem Mitfühlen und die Akzeptanz derselben durch das Publikum können eben besser in einem entspannten und offenen Verhältnis von Redner und Zuhörer stattfinden. Um diesen erstrebenswerten Zustand zu erreichen, hat der Vortragende die Möglichkeit, sich mit einem Atem- und Stimmtraining und entsprechenden Übungen optimal vorzubereiten. Hinzukommt eine "technisch" perfekte Aufbereitung des Vortragstextes, das heißt, der Redner erarbeitet die atem- und stimmtechnisch besten Möglichkeiten, z.B. das Einhalten eines gemäßigten Sprechtempos, den bewussten Gebrauch von Pausen und von der Sprachmelodie. Unter Einbeziehung der Semantik kann der Redner gleichzeitig den emotionalen Anteil der Inhalte bewusst steuern, indem er seine Stimme entsprechend einsetzt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7627245388248410268-1840841850355367748?l=privatecoaching-gbr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://privatecoaching-gbr.blogspot.com/feeds/1840841850355367748/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://privatecoaching-gbr.blogspot.com/2011/12/semantik-atmung-und-emotion.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7627245388248410268/posts/default/1840841850355367748'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7627245388248410268/posts/default/1840841850355367748'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://privatecoaching-gbr.blogspot.com/2011/12/semantik-atmung-und-emotion.html' title='Semantik, Atmung und Emotion'/><author><name>Erika Rehfeld</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7627245388248410268.post-7568452968389117551</id><published>2010-01-04T06:07:00.000-08:00</published><updated>2010-01-04T10:39:08.018-08:00</updated><title type='text'>Auch ein Anfang</title><content type='html'>&lt;em&gt;"Zu dem Adler sprach die Taube: Wo das Denken aufhört, da beginnt der Glaube. Recht, sprach jener, mit dem Unterschied jedoch, wo du glaubst, da denk' ich noch!" &lt;/em&gt;Ludwig Robert (1780-1832)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Zitat beschäftigt mich, seit ich „denke“.  Und es irritiert mich jedes Mal von Neuem, wenn ich erlebe, wie leichtfertig Denken durch Glauben ersetzt wird. Selbst bei den offensichtlichsten Wahrheiten heißt es oft: „Das glaube ich nicht“, oder: „Das kann ich nicht glauben!“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Glaube ist eine freiwillige Annahme, ich muss es nicht tun, wenn ich nicht will. Gleichzeitig ist der Glaube natürlich eine Möglichkeit mit den unerklärlichen Erfahrungen, die wir machen können, zurecht zu kommen um das Leben überhaupt zu ertragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Glaube hat aber auch etwas damit zu tun, dass wir aufhören Fragen zu stellen. Und hier geht es beileibe nicht nur um den religiösen Glauben. Es geht zum Beispiel auch um die Bequemlichkeit, die damit verbunden ist, dass wir glauben wollen, dass sich andere Mitglieder unserer Gemeinschaft genauso an Regeln halten wie wir es tun, damit es allen gut geht. Und wenn sie es dann nicht tun, ist es „nicht zu glauben“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denken setzt Handeln voraus und führt in der Regel auch zu Handlung. Ich muss mir die Mühe machen mich mit einem Thema oder einer Information zu beschäftigen, die Grundlagen meines Denkens auf ihre Richtigkeit zu überprüfen und alles in allem &lt;strong&gt;einen verantwortungsvollen Umgang mit der Wahrheit anstreben&lt;/strong&gt;, weil sonst das Denken wieder beim Glauben landet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Habe ich mir aber einmal angewöhnt das Denken zu praktizieren, belohne ich mich dafür auch mit einer außergewöhnlichen Sicherheit bei meinen Entscheidungen. Ich kann Verantwortung für mich und mein Handeln übernehmen und bin in der guten Situation, Kenntnisse und Wissen zu erlangen, die jedem, der danach strebt, auch zur Verfügung stehen. Nur machen sich die meisten Menschen nicht so viele Mühe und halten es eben eher mit den Tauben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schauen Sie sich um und sehen Sie mit wachem Blick, wohin das führt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© 2010 Erika Rehfeld – Private Coaching©&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7627245388248410268-7568452968389117551?l=privatecoaching-gbr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://privatecoaching-gbr.blogspot.com/feeds/7568452968389117551/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://privatecoaching-gbr.blogspot.com/2010/01/auch-ein-anfang.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7627245388248410268/posts/default/7568452968389117551'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7627245388248410268/posts/default/7568452968389117551'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://privatecoaching-gbr.blogspot.com/2010/01/auch-ein-anfang.html' title='Auch ein Anfang'/><author><name>Erika Rehfeld</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7627245388248410268.post-8105406962839979702</id><published>2009-11-10T00:19:00.000-08:00</published><updated>2009-11-10T00:22:37.022-08:00</updated><title type='text'>Aus gegebener Veranlassung</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Des Kaisers neue Kleider oder von der Irrationalität des Machthabens&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jede Führungsaufgabe geht mit einem notwendigen Anspruch auf Macht in bestimmten Bereichen einher. Diese Macht kann nur dann zum Tragen kommen, wenn es Menschen gibt, die sie anerkennen. Politiker, aber auch Konzernchefs und Führungskräfte in Unternehmen werden mit Vollmacht vom Volk, von den Aktionären und/oder den Mitarbeitern ausgestattet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei werden der jeweilige Führungsanspruch und das mit ihm einhergehende Verhalten nicht unkritisch gesehen. „Topmanager, Konzern- und vor allem Bankenchefs sind eiskalt, Politiker gewissenlos. Für diese Berufsgruppen ist der Begriff Ethik ein Fremdwort. Dafür setzen sie umso öfter auf ihre Macht.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; So und so ähnlich sieht das Bild aus, das sich die Öffentlichkeit von diesen „Machthabern“ gemacht hat. Dringt zu diesem Thema ausnahmsweise einmal etwas aus den Führungsetagen der großen Wirtschaftsunternehmen, hört es sich ganz anders an. Da ist dann die Rede von einem enormen Leistungs- und Verantwortungsdruck, Konkurrenzängsten, Fremdbestimmung durch die Erwartungshaltung der Mitarbeiter und dem Verstummen angesichts der penetranten Zuweisung von bestimmtem Rollenverhalten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie kommen so unterschiedliche Aussagen zustande und bedingen sie sich vielleicht nicht sogar gegenseitig? Fragt man einen Angestellten, welche Eigenschaften er bei einem Konzernchef für wichtig hält, hört man etwas von Durchsetzungsvermögen, Härte, dem Blick für die Realität, usw. Ein Mensch mit Leitungsfunktion, der diese Eigenschaften für sich nicht unbedingt und offensichtlich einsetzt, muss damit rechnen, in seiner Position von den Mitarbeitern nicht für voll genommen zu werden, weil er sich nicht den Erwartungen entsprechend verhält. Damit gefährdet er seinen Arbeitsplatz. Also bleibt ihm anscheinend nichts anderes übrig, als eine Rolle zu spielen, die entweder seiner eigenen Meinung davon entspricht, wie eine Führungskraft sich zu verhalten habe, oder die von den Mitarbeitern durch ihre Erwartungshaltung vorgegeben wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass die Vorstellung davon, wie ein Mensch sich in seiner Rolle zu verhalten hat, zu absurden Situationen führen kann, wird in dem Märchen von des Kaisers neuen Kleidern wunderbar deutlich. Hier sagt niemand dem Herrscher, dass er nackt vor dem Spiegel und seinem Volk steht, weil einfach niemand, auch der Kaiser selbst nicht, glauben will, dass er sich als Machthabender gerade von zwei Betrügern zum Trottel machen lässt. Nach Auffassung der Minister und Diener kann einem Kaiser dies eben nicht geschehen. Und weil die Untertanen davon ausgehen, dass der Kaiser etwas Außerordentliches darstellt, glauben sie lieber von sich selbst, sie seien zu dumm, um das Besondere, ganz Andere der Herrschaftskleidung zu erkennen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese irrationale Einstellung gibt es im übertragenen Sinne auch bei den heutigen „Machtgebern“. Hier sind es die Zuschreibungen durch die Mitarbeiter, die bestimmte Eigenschaften und Verhaltensweisen von den Führungskräften fordern, weil sie selbst eine sehr genau festgelegte Meinung davon haben, wie Leitung aussehen soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Folgen dieser Verhaltensmuster sind ganz offensichtlich. Ein Mensch in leitender Position kann nicht ernsthaft mit klaren und ehrlichen Feedbacks zu seiner Person oder seinen Handlungen aus dem ihn umgebenden Kreis der Kollegen und Mitarbeiter rechnen, weil diese damit aus ihrer eigenen Rolle fallen müssten. Es könnte ihm darum genau wie dem Kaiser geschehen, dass er sich eine Blöße gibt, auf die ihn niemand hinweist. Denn erstens kann ja nicht sein, was nicht sein darf und zweitens wartet die Konkurrenz unter den Kollegen nur darauf, dass ihm genau dies passiert. Aber ohne ehrliche Rückmeldung ist es ein mühseliges und Kräfte zehrendes Geschäft, Entscheidungen treffen zu müssen und die Last der Verantwortung zu tragen. Man kann sich vorstellen, zu welchen Beschädigungen der Persönlichkeit ein solcher Druck auf Dauer führt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die Unternehmen bedeutet diese Situation in der Konsequenz, dass ihre Führungskräfte nicht all ihre Energie für die eigentlichen Aufgaben zur Verfügung stellen können, weil Rollenspiele und Absicherungsmanöver einen nicht unbeträchtlichen Teil ihrer Leistungsfähigkeit in Anspruch nehmen. Es lässt sich leicht ausrechnen, wie viel Kapazität und Effizienz hervorragend ausgebildeter Menschen dem Unternehmen auf diese Weise verloren gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Geschichte von des Kaisers neuen Kleidern bringt ein Kind durch seine, von keinem Rollenverhalten eingeschränkte Sicht die Sache auf den Punkt. Es ruft einfach laut: „Der Kaiser ist ja nackt!“ Damit wird der Wahrheit Genüge getan und der Kaiser kommt durch das Akzeptieren dieser Tatsache wieder zu seiner herrschaftlichen Kleidung. Wie ist es aber um die Situation in den Führungsriegen bestellt? Welche Möglichkeiten gibt es, die Rollenspiele aufzudecken, zurückzuweisen und verschwendete Energien in Zukunft sinnvoll einzusetzen, ohne das Gesamtkonzept „führen - geführt werden“ in Frage zu stellen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kriterien für Führungskompetenz sind allgemein bekannt, man spricht nicht ohne Grund von einer Führungspersönlichkeit. Und genau hier ist der Ansatzpunkt zur Veränderung der üblichen Verhaltensmuster: Ein Mensch, der Führungsaufgaben wahrnimmt, zieht im besten Fall seine Kraft aus seinen persönlichen Kompetenzen. Wer aber seine persönliche Weiterentwicklung durch Rollen- oder Machtspiele behindert oder behindern lässt, kann den Anspruch auf Führungskompetenz auf Dauer nicht aufrechterhalten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Persönlichkeit bildet sich in erster Linie durch akzeptierte Erfahrungen und das Hinzugewinnen von Erkenntnissen aus. Werden diese aber nicht benannt und verarbeitet, findet keine Weiterentwicklung statt. An ihre Stelle tritt dann eben eine bestimmte Vorstellung davon, wer und was man sei, wobei man sich geflissentlich aus den Rollenzuschreibungen der Mitmenschen bedienen muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Unternehmen tut also gut daran, seiner Führungsriege die Gelegenheit zu bieten, die eigene Persönlichkeit weiter auszubilden, um die anstehenden Aufgaben ohne Einschränkungen und Energieverluste zu bewältigen. Eine Gelegenheit dazu könnte ein Coaching bieten, das sich genau auf dieses Aufgabengebiet spezialisiert hat. Die besondere Form dieses Zweiergesprächs gibt den Menschen die Gelegenheit, ihre persönliche Erfahrungen und Standpunkte selbst zu erkennen, zu benennen und selbst verantwortet in das eigene Handeln einzubringen. Auf diese Weise kann es gelingen, die so notwendige Führungskompetenz bewusst auf- und auszubauen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© 2002 Erika Rehfeld – Private Coaching©&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7627245388248410268-8105406962839979702?l=privatecoaching-gbr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://privatecoaching-gbr.blogspot.com/feeds/8105406962839979702/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://privatecoaching-gbr.blogspot.com/2009/11/aus-gegebener-veranlassung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7627245388248410268/posts/default/8105406962839979702'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7627245388248410268/posts/default/8105406962839979702'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://privatecoaching-gbr.blogspot.com/2009/11/aus-gegebener-veranlassung.html' title='Aus gegebener Veranlassung'/><author><name>Erika Rehfeld</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7627245388248410268.post-7294004154024381184</id><published>2009-10-31T00:19:00.000-07:00</published><updated>2010-01-07T04:31:32.945-08:00</updated><title type='text'>Gedanken über Liebe</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;font color="#006600"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;font color="#006600"&gt;Liebe ist absolut. Sie  ist eine universale Kraft. Sie ist auf keinen Fall die romantische Überhöhung unserer alltäglichen Gefühle, als die sie so oft angesehen wird.&lt;br /&gt;Liebe hat ihre eigenen Regeln. Diese zu respektieren heißt, sich unter ihr Gesetz zu stellen.&lt;br /&gt;Zuerst und vor allem anderen erfordert die Liebe, Dich selbst zu lieben. Dies meint nicht den Egoismus, der Deine Interessen über die aller anderen Menschen um Dich herum stellt, sondern die liebevolle Annahme Deiner eigenen Person mit all ihren Stärken und Schwächen. Damit dies geschehen kann, ist es notwendig, dass Du Dich mit Dir beschäftigst, Dich kennen lernst und auch die dunkelsten Orte Deiner Persönlichkeit aufsuchst und sie liebevoll annimmst.&lt;br /&gt;Nur wenn Du dies lebst, bist Du in der Lage, zu erkennen, in wie vielen Geschehnissen, Verbindungen und Gelegenheiten Liebe wirkt und sichtbar wird. &lt;br /&gt;Liebe erfordert das Unterlassen von Bewertung und Beurteilung. Wo diese beiden Verhaltensweisen auftauchen, nimmt Liebe ab und verschwindet am Ende vollständig. &lt;br /&gt;Wenn Du Dich selbst liebevoll annimmst,  werden es andere auch tun. Dich selbst auf diese Weise zu lieben bedeutet, offen und frei für andere zu sein. Auf diese Art können die anderen Menschen Deine Liebenswürdigkeit erkennen.&lt;br /&gt;Einen anderen Menschen zu lieben heißt eben nicht in dem anderen völlig aufzugehen und nur für ihn oder sie da zu sein. Was würde am Ende von Deiner Person übrig bleiben, das geliebt werden könnte?&lt;br /&gt;Die besondere, einmalige Liebe zwischen zwei Menschen entsteht, wenn sich beide unter das Gesetz der Liebe stellen und ihre Seelen dafür öffnen. Dann kann es geschehen, dass beide in ihrem Lieben so übereinstimmen, dass daraus etwas Absolutes entsteht, das mehr ist als die Summe der Gefühle zweier Menschen füreinander.&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;font color="#006600"&gt; &lt;br /&gt;&lt;p align="right"&gt;&lt;br /&gt;© 2009  Erika Rehfeld – Private Coaching©&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7627245388248410268-7294004154024381184?l=privatecoaching-gbr.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://privatecoaching-gbr.blogspot.com/feeds/7294004154024381184/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://privatecoaching-gbr.blogspot.com/2009/10/nachdenkliches-und-bedenkenswertes.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7627245388248410268/posts/default/7294004154024381184'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7627245388248410268/posts/default/7294004154024381184'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://privatecoaching-gbr.blogspot.com/2009/10/nachdenkliches-und-bedenkenswertes.html' title='Gedanken über Liebe'/><author><name>Erika Rehfeld</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
